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Leistenbruch

Operationen bei Leistenbrüchen sind die häufigsten  Eingriffe in der Allgemeinchirurgie überhaupt. Insbesondere Männer sind überdurchschnittlich häufig von Leistenbrüchen betroffen. Leistenbrüche können angeboren oder erworben sein.
Häufige Symptome eines Leistenbruches sind Schmerzen, die verstärkt nach Belastung auftreten, meist verbunden mit einer sichtbaren Schwellung der Leistenregion. Schwere Komplikationen, wie die Einklemmung des Darmes im Bruch, treten nur in seltenen Fällen auf, erfordern jedoch eine akute Operation.
In Abstimmung mit dem Patientenwunsch und der Art des Bruches bieten wir folgende Operationsverfahren an:

Operation nach Shouldice

Über einen Schnitt in der Leiste erfolgt ohne die Verwendung eines Kunststoffnetzes eine anatomisch korrekte Wiederherstellung und Verstärkung der Leiste mittels einer speziellen Nahttechnik. Vor allem bei jungen Patienten und kleinen Brüchen garantiert diese Technik ausgezeichnete Stabilität ohne die Verwendung eines Implantates und volle Belastbarkeit 2-4 Wochen nach dem Eingriff.

Operation nach Lichtenstein

Hierbei wird ebenfalls über einen Leistenschnitt die Leiste durch Hilfe eines Kunststoffnetzes verstärkt, wodurch auch bei größeren Brüchen eine ausgezeichnete Stabilität der Leiste erreicht wird. Volle Belastbarkeit besteht bereits etwa 2 Wochen nach der Operation.

TAPP (Transabdominelle Präperitoneale Plastik)

Mittels eines laparoskopischen Eingriffes („Bauchspiegelung, Knopflochtechnik“) wird der Leistenbruch vom Bauchraum aus über kleine, kosmetisch kaum sichtbare Schnitte operiert und die Leiste mit einem Kunststoffimplantant verstärkt.  Der Vorteil dieser Technik liegt in den geringen postoperativen Schmerzen, sowie der Möglichkeit auch beidseitige Brüche vom gleichen Zugang aus zu operieren und der schnellen Wiederbelastbarkeit 1-2 Wochen nach der Operation.